220 Oeffnen. Aufmachen.
het aus der Einmüthigkeit. Menschen, die einerleiSinnes sind, pflegen sich anch gut gegen einander zu be-tragen. Ja, auch bei einer Verschiedenheit der Gemü-ther, wenn z. E. ein hitziger und feuriger Mensch, miteinem sanftinüchigcn in LLinrrachr lebet, hat doch die-se LLinrracht, in so weit eine L^inmüthigkeir, undGleichgesinnetheit zum Grunde, weil der Sanftmüthigenachgiebt, und dem andern nicht zuwider ist, sondern alle-zeit will wag er will.
lLmhälligkeir kommt her von H.:ll, Hüllen, undHeisset der Etymologie nach, so viel, als überemlau--rcnd. Allein man braucht es mehrentheils, von einerA-migkeir oder Uebereinstimmung der Rede. So sagetman: All? Zeugen bestätigten es mit großer Emhalllg,keit. Da? ist: Sie kamen alle in ihrem Zeugniß über-ein. Hierin findet sich eine groß- Einhalligkeir bei denGeschichtschreibern. Das ist: Die Geschichtschreiberkommen in ihrer Aussage, mit einander überein.
izo. Oeffnen. Aufmachen. Aufthun.Aufschliessen.
f>?ffnen,wi"d von allen Dingen gesaget,sowohl wenn das--6^ jenige, wodurch eine Sache zugemachet war, hinweg-gethan, als wenn in der Sachs selbst eine Oeffnung, oderei» Loch gemacht wird. Man saget von einer Stadt:Sie öffnete die Thore. Man öffnet eine Thür, einenKasten, einen Brief, ein Pack, den Beutel, u. s. w.Und in eben diefem Sinn, wird auch das Wort Auf-machen gebraucht, welches in so weit, mit «Veffnen ei-nerlei bedeutend ist. Man kann sagen: Die Thore auf-machen, eine Thür, ein Pack einen Brief, den Beu-tel aufmachen, u. s. f.
Wenn aber in der Sache selbst eine Oeffnung, oder einHoch gcmachet wird, kann man nur allein das Wort (!)eff^nen gebrauchen. In der Zergliederungskunst, sagst man:
Einen