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Theil 1 (1777)
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Aufchun. Aufsthlicsseu. 221

Einen Leichnam, oder einen Körper öffnen. Man öffneteine Ader, ein Geschwür, u.s.f. Die Kricgesknechre öff-neten die Seite Christi, mit einem Speer. Bei Bela-gerungen, hat man die Redensart: Die Trencheen cff-nen. In allen diesen Redensarten, kann das WortAufmachen, nicht statt finden. Man kann nicht sa-gen: Einen K örper aufmachen, ein Geschwür aufma-chen, u. s w.

Herr Adelung dehnet also die Bedeutung diesesWortes zu weit aus, da er es durch öffnen erklaret, undsaget es werde als ein allgemeiner Auedruck dieser Hand-lung gebrauchet, welcher die Art und Weise derselben un-bestimmt läßet, indem viele Falle sind, in welchen dasWort aufmachen, nicht für die Handlung des Oeffnensgebraucher werden kann, wie aus den angeführten Bei-spielen zu sehen ist.

Aufchun, kommt größtentheils mit Aufmachenüberein, nur siehet das erste mehr aus die HandlmiIdesjenigen, welcher öffnet; Das zweite aufdie Sache,welche geö ffnet wird. Aber der Gebrauch hat noch einenbesonderen Unterschied, in gewissen Redensarten eingefüh-ret. Man sagt: Die Thore aufchun, die Thüre auf-chun , den Beutel aufchun, u. a. m. Aber nicht: EinenBrief aufchun, ein Pack aufchun, und dergleichen.Diesen Unterschied kann man vielleicht nicht anders, al6aus dem Gebrauch selber lernen.

Die Wörter «Deffnen und Aufchun, können auchzurückkehrend werden. Man saget: Der Himmel cffncresich, und der Himmel that sich auf. Die Erd? Offneresich unter se nen Füssen, und, die Erde charfchui «erseinen Züssen auf. Das Wort Aufmachen aber, fannnicht auf solche Weise gebrauchet werden. Man kannnicht sagen: Der Himmel machetc sich auf.

Aufjchilefsen, komme blos; in dem allgemeinen Be-griff, einer Oeffnung, mit den vorhergehenden Wörtern,

überein.