Frau. Weib. Fraulein. 22z
die Hände ihrer Frauen sehen. 1 B. Mos. 16, 4. Ha-gar achtete ihre Frau geringe. Ebend. v. L. Ich bin vonmeiner Frauen geflohen.
z) Drittens, bedeutet es eine Ehefrau. So sagetman: Eine Frau nehmen, eine Frau haben. Ieman-den eine Frau geben. Ein Ehemann, welcher von sei-ner Ehegattinn spricht, saget: Meine Frau.
4) Wenn man das Wort Frau, nur bloß in demSinn gebrauchet, um eine Person weibliches Geschlechts,dadurch anzuzeigen, sehet man gemeiniglich das WortPerson oder Zimmer hinzu. Eine Frauensperson,die Frauenspersonen, das Frauenzimmer.
Das Wort N?eib, wird nur in einem verächtlichenSinn genommen.
1) Es bedeutet erstlich, eine Person weibliches Ge-schlechts, man brauchet es aber nur von geringem Stan-de. Es war ein N)eib da. Ein altes N?eib gab mirden Brief, u. s. w. In diesem Sinn, setzet man bis-weilen noch das Wort Vild hinzu. Ein U>eibebild.Oder man brauchet dasWortTVelb, auch miteiner ge-wissen Verachtung, des andern Geschlechts. DieN?ci-der müssen nicht mitreden. Die Leiber sind plauder-hast , u. s. w. Daher kommen die Wörter, weibisch,welberhafc, tVelberregimenr, tVeibcrrede, lVei-dermahrichen, womit man eine Verachtung der Sacheausdrücket.
2) Zweitens, bedeutet das Wort N)eib, ein Ebe-weib, aber auch nur unter geringen Leuten, oder miteiniger Verachtung. Er hat ein lVeib genommen.Man muß ihm ein lVeib geben. Man brauchet auchvon gerinaen Leuten, das Zeitwort beweiben. Er hatsich beweibet. Er ist beweibet.
Vor Alters war das Wort N)eib, nicht so verächt-lich. In der Bibel hat es Luther , von den vornehmstenPersonen gebrauchet. Saulgab dem David seine Tochter
Michal