Kranklich. Schwächlich. 2zy
erhalten kann, der führet ein sieches leben. Wer öf-ters von allerlei Uebeln angegriffen wiid, welche seineNalur allmählich schwachen, der ist kranklich. Werschwache und zarte Gliedmassen hat, keine schwere Ar-beit vcrrich en, keine harte Speisen vertragen kann, unddeswegen allezeit eine ganz besondere Diät halten muß,der ist schwächlich.
lLin Rranker, ist bettlägerig, und außer Stande,seine Arbeit zu verrichten. Die blosse Unpäollchkeit,zwinget den Menschen nicht, das Bette zu hüten,er kann auch einige geringe Arbeit verrichten, dennochaber wird er zu wichtigen Dingen nicht recht geschicktseyn. Der Sieche, muß manches langwierige Lagerausstehen, und wenn er sich am besten befindet, sofühlet er doch fast bestandig, das Uebel, welches ihnquälet. Er kann daher auch nur selten einige Arbeitverrichten, welche überdem, nicht so sehr den Leib, alsdas Gemüth beschäfftigen muß. Der kränkliche,wird öfters von allerlei widrigen Zufällen angegriffen,er erholet sich zwar immer wieder, aber sie untergrabendoch, nach und nach seine Leibesbeschaffenheit, und zie-hen ihm endlich schwere Krankheiten zu. Der Schwäch-liche, kann, wenn er gute Diät hält, ziemlich gesundseyn, und viele Arbeit verrichten, nur darf er sich mitkeine-' schweren Arbeit beschäftigen.
Eine Arankheit k^nn bisweilen todtlich seyn. DieIlnpäslichkeir, ist niemals tödtlich. Wer siech ist,siehet den Tod schon vor Augen, und fühlet lange vor-her, diejenige Krankheit, an welcher er sterben wird.Der kränkliche, empfindet allerlei Uebel, welche all.mählich härtere Krankheiten, und den Tod herbei füh.ren. Der Schwächliche, ob er aleich kein Uebel oderSchmerzen empfindet, so kann er sich doch gemeiniglich,kein langes Leben versprechen.
iz8. Schar,