2Z8 Schatteil. Schemen.
i?8 Schatten. Schemen.
dem hamburgischen gemeinnützigen Magazin vomJahr 1761 finde ich von dem Unterschied, dieserWörter gehandelt, auf der 754 Seite, u> f. Und michdünkt, ich werde am besten thun, wenn ich dasjenige,was der Herr Verfasser davon anführet, mit seinen eige-nen Worten hierher sehe.
„Scharren und Schemen, (sagt er) werden von„den meisten, vor gleichgültige Wörter geHallen, da doch„jedes Wort, seine besondere Bedeutung hat. Es ist„nicht Wunder, daß man das Wort Schemen, nicht„recht verstehet, da es so selten gehöret wird. Ich„kann mich eben nicht besinnen, daß es in Niedersachsen sonderlich gebräuchlich sey, man bedienet sich allenthal.„ben, an dessen statt, des Wortes Scharren. Und„solches thun auch selbst die Obersten zum Theil. Man„spricht: Ich habe meinen Scharten im Wasser gesehen.„Die Gelehrten selbst, verwechseln diese Wörter. Schlagt„man in Hederichs Wörterb. das Wort Schemen auf,,,so verweiset er uns auf das Wort Schatten.
,,Der eigentliche Unterschied der beiden Wörter beste»„her darinn. Wenn ein Körper den Zufluß des Nichts,„auf der Erden hindert, so sagt man: Es entstehet ein„Schatten. Hindert er aber den Zufluß deö Nichts im„Wasser, so nennet man es eimn Scheinen. Folglich„bedeuten beide Wörter zwar einerlei Sache, aber ihr„Name ist in Ansehung der Materie unterschieden.
„Daß es mit dem Worte Schemen,die Beschaffen«„heit hat, lehret uns der sel. juther. Er übersetz? Spr.„Sal. 27,19. Wie der Schemen im Wasser ist gcgen das„Angesicht: Also ist eines Menschen Herz gegen den an.„dern. Wiewohl man kann nicht leugnen, daß Luther sel«„bcr die beiden Wörter vertauschet habe. Im Z9 Psalm„übersetzet er den ?ten v. also: Sie gehen daher wie
„ein