Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Leihen. Lehnen. Borgen. 239

ein Schemen, da doch heißen sollte: Wie einScharren.

Soll ich einer Muthmaßung Platz geben, sodeuchtmich, das Wort Schemen, h^be seinen Ursprung ausder griechischen Sprache. Ohne Zweifel, ist es dasWort die Gestalt. Ich werde in der Mej,

nung bestärket, wenn ich bedenke: i) Daß mehreregriechische Wörter in unserer Sprache stecken. Zum,-.Exempel: Die Thür von Z^«. Das Feuer, oderniedersachsisch Für von 7?uf, und viele Wörter mehr,2) Weil sich der Begriff sehr gut zur Cache schicket,denn der Schemen hat vor dem Scharren dieses vor.aus, daß er dem Menschen, seine Gestalt deutlich ab-bildet. z) Weil einige bloß der Schein schreiben.Ich will andere Urcheilen laßen, wie weit ich Rechthabe.

Ich habe hierbei nicht viel zu erinnern. Der ange«gebene Unterschied , zwischen Scharren und Schemen,hat an sich seine Richtigkeit. Ich finde aber in FrischensWörterb-, daß dis Wort Schemen, auch ein gemachtesAntlitz, oder eine Larve bedeutet, wie er denn solches a»6Datvr>»clü Mexico und In'ilckiini nnmencigtorLbeweiser-Es scheinet mir also das Wort Schemen, eine dunkleoder verzogene Verstellung des menschlichen Angesichtsauszudrücken, so wie die Bewegung der Wellen imWasser, das Angesicht bisweilen ganz verlogen vorstellet.Und daher (glaube ich) hak Man auch die jm-ven Sehe?men genannt, weil sie gemeiniglich wunderliche und ve»zogen« Gesichter vorstellen.

1Z9. Leihen« Tebnen. Borgen.

m angeführten O?ke in dem hamburqischen g?mein»ü«tzigem Magazin, geschiehet auch dieser Wörter Er«wehnung.

Ich weis nicht, (sagt der Versasser) ob mehrere,,Wvrter sind, die man so sehr oft verrauschet, als diese.

Matt