Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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2<5o Durstell. Lechzen. Schmachten.

gct, zu unserem Gebrauch anwenden. Es fließet unsdaraus ein Vortheil zu, wenn wir Gelegenheit finden,die Früchre so es trägt, gut zu verkaufen.

Das Schaf ist ein milzhares Thier. Wir haben^m,>en davon, weil wir die Welt, das Fleisch, undsogar den Dünger gebrauchen können. Und die Schaf-zucht, bringet Vonheil, wenn die Wolle theuer ist.

Ein Buch ist nutzbar, wenn es solche Sachen ent-hält: die wir zu unserem Gebrauch können anwenden.Wir haben kurzen daraus, wenn wircs fleißig lesen,und unsere Erkenntniß vermehren. Es bringet unöVortheil, wenn wir Gelegenheit habm, mit demjeni-gen, was wir daraus gelernet, andern zu dienen, welcheuns reichlich dafür belohnen.

Wir nurzen unser Geld, wenn wir es gut gebrau-chen und anlegen. Wir machen Vortheil damit, wennwir Gelegenheit haben, durch Umsatz, oder Handeln,und dergleichen, etwas zu gewinnen.

Ein Kaufmann nutzet alfo sein Geld nur, so langeer weiter nichts davon hat, als etwa die jahrlichen Zinsenbetragen, und ihm zur Belohnung für seine Mühe ge-bühret. Aber er macht Vortheil damit, wenn er Gele-genheit hat, die Waaren wolfeil einzukaufen, und siehernach wieder theuer zu verkaufen, so, daß erweitmehcdabei gewinnet.

151. Dursten. Lechzen. Schmachten.

H^aS Verlangen zu trinken, welches sowol Menschen,als Thiere empfinden, wird durch das Wort Durstausgedrückt. Lechzen, zeiget eine besondere Heftigkeitdieses Verlangens an, welche aus einer langen Berau-bung des nöthigen Getränks entstehet. Bödiker sagt:Dieses Wort kommt her, vonL.ect°, Leck werden,

JZere. Di« Erde lechzet, wenn es nicht regnet.Wenn die Thiere vor Durst das Maul aufsperren, wird

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