Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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2gc> Irre. Unreimisch. ' Aberwitzig.

auch ein Aberpapst heißt. S. Frischen«? N)örrcrb.4te Seite. Aberwu?ig, würde also einen Mensche»bedeuten, mit dessen Witz oder Verstände, c? nicht rechtbeschaffen ist, der sich zwar klug zu seyn dünket, aber dochallerlei Dinge vornimmt, welche keinen rechtcn Verstand«»zeigen.

dVanwiyl'g, drücket einen Mangel des Verstandesous. Es kommt her von dem alten Worte ilVan, einFehler oder Mangel. I'c, Vv'um, heißt im Englischen,fehle» oder mangeln. Ein Mensch, dem der VerstandZanzlich mangelt, ist rvamvirziF. Jener At^euienser,der sich einbildete, daß alle Schiffe, welche in den Haseneinliesen, ihm zugehörclen, war w^urvirzig.

ilVanstttMI, zeiget einen solchen Mangel des Ver.standcs an, der auch die äußerlichen Sinne angreift, so,daß der Mensch nicht recht sichct, höret, und dergl. Einivansumiger Mensch kennet bisweilen seine Freundsnicht, er bildet sich ein, Dinge zu sehen, welche wirklichnicht da sind, und dergleichen. Man erzählet, es habejemand sich eingebildet, daß ein Kalbsgeschlinge an seinerNase hange: Ein vernünftiger Arzt aber, habe ihn da-durch curiret, daß er ihm einen Schnitt in die Nase ge«than, wovon sie heftig geblutet, worauf er ihm sog-eich einfrisches Kalbsgeschlingc vorgezeiget, und ihn? überredet, eSsey solches von seiner Nase abgeschnitten. Dieser Menschwar wansmniI.

Ui'smui'I kommt mit XVansilmitr. überein. Dieki^oliuo iniepiZ-abilix un, zeiget einen Mangel desje-nigen an, was das Wort bedeutet, und nnstttnig, drücketalso ebenfalls einen solchen Mangel des Verstandes aus,wobei der Mensch zugleich des rechten Gebrauchs seinerSinne beraubet ist. Unterdessen scheinet doch die Bedeu-tung des Wortes Unsinnig, etwas starker und harter zuseyn. Ein N?.:!>siui!lIer, kennet bisweilen seine bestenFreunde nicht; Aber er thut ihnen deswegen^ nichts Bö-ses: