282 Klumpen. Haufen. Kloß.
der geringsten Fieberhitze, gleich zu rasen an. Imglei-chen sagt man von den jungen beuten: Sie haben gewisseJahre, da sie rastn. Er hat noch nicht ausgerascr, unddergleichen. Aber man kann von solchen nicht sagen: Siesind rasend.
Die Raserei, ist eine Krankheit, welche das Gehirnangreift, und den Verstand eines Menschen so heftig ver-wirret, daß er sich einbildet, allerlei fürchterliche und ge«fährliche Dinge zu sehen, die ihn beängstigen, und die ermitWüten und Toben zu entfernen suchet.
Die Tollheit, unterscheidet sich dadurch von der Ra-serei, daß diese allezeit mit einer heftigen Krankheit ver-gesellschaftet ist, bei jener hingegen, der Mensch, sonstganz gesund zu seyn scheinet, außer in dem Anfall derTollheit, da er eben wie der Rasende wütet undtobet.
Da die Raserei mit einer erstaunenden Hitze im Ge-blüts verknüpfet ist, so kann sie so sehr lange nicht anhal-ten. Entweder ein solcher Menscb, stirbt bald, oder erivird besser. Die Tollheit aber, kann oft viel Jahredauren. Man bewachet daher einen Rasenden, gemei-niglich als einen Kranken, damit er nicht Schaden thue.Den Tollen hingegen, muß man einsperren, oder wohlgar anschließen.
In manchen Redensarten werden diese Wörter garnicht unterschieden, sondern in einerlei Verstände gebraucht.Man saget z. E. von einem Hunde: Er ist roll, und auch:Er ist rasend geworden. Uneigentlich saget man: VorWuth rasend, oder, vor Zorn rasend, und auch, vorWuth oder Zorn roll werden.
.64. Rlumpen. Haufen. Rloß.
/Kin Rlmnpen, macht nur ein einziges Stück aus. Ein^ Haufen, bestehet aus vielen Stücken. Man sagt:Ein Alumpen Erde . Ein klumpen Erz. Ein Schnee.
klum-