Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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284 Dunkel. UndeutlE Verwirret.

saget man: Rlöße machen, von Eier, Mehl, Fleisch,und dergleichen. Aber von den Metallen, wird diesesWort niemals gebraucht.

165. Dunkel. Undeutlich. Verwirret.

jt^n Ansehung des Verstandes, nennen wir dasjenigedunkel, was unser Verstand nicht fassen kann, oderwovon wir die Ursachen nicht entdecken können. Undeut-lich ist dasjenige, was uns nicht klahr genug vorgestelltwird: Verwirret, was sehr unter einander geworfen ist,oder wo vkl Dinge mit einander vermenget sind, welcheman nicht anders als mit vieler Mühe, oder wohl garnichtin Ordnung bringen kann.

Eine dunkle Sache, können wir nicht begreifen, wasundeutlich ist, nicht verstehen, und was vervvlrrec ist,muffen wir erst aus einander setzen, und in Ordnung brin-gen, wenn wir es verstehen wollen.

Die metaphysischen Wahrheiten sind einem Ungelehr-ten dunkel, sie sind dem Gelehrten selbst undeutlich,wenn sie nicht mir gnugsamer Klahrheit vorgetragen wer-den. Und wenn ihre Beweise nicht in gehöriger OrdnunggcseHet sind, so sind sie verwirret.

Die Geheimnisse der Natur sind uns kdunke', weilwir die Ursachen davon nicht erforschen können. Ein Künst-ler wird sich undeutlich gegen uns ausdrücken, wenn ergewisse Kunstwörter gebraucht, welche wir nicht verstehen.Eine Erzählung ist verwirret, wenn man die Begeben-Heiken ohne Ordnung durch einander vorträgt, und das-jenige zuerst erzahlet, was hernach geschehen ist.

Die Schriften der Alchymisten sind dunkel, mankann ihre Satze nicht begreifen. Sie sind dabei undeurslich, weil sie sich solcher Worte und Redensarten bedie-nen , welche niemand verstehet. Und die Schriften derEnthusiasten und Schwärmer, sind gemeiniglich nicht nurdunkel und undeutlich, sondern auch verwirret. Die

Wahr-