292 Danken. Bedanken. Danksagen.
171. Danken. Bedanken. Danksagen.Dankbar seyn. Verdanken.
on allen diesen Wörtern hat das Wort Danken dieweitläufigste Bedeutung, man braucht es, fowolvonder innerlichen Gesinnung des Herzens, als auch, vonden Werten und von der That, womit man dieselbe äus-serlich zu erkennen giebt: Bedanken und Danksagen,verstehet sich blos von den Worten: Dankbar seyn, be-ziehet sich auf das Gemüth und auf die That: Derdai»?ken, allein auf die That.
Man danker jemanden, innerlich in dem Herzen,für seine Wohlthaten, wenn man sich derselben oft mitDankbarkeit erinnert, und eine Bereitwilligkeit empfindet,ihm hinwiederum alle mögliche Gefälligkeiten zu erweisen.Man danket ihm mirtVorren, wenn man ihn von sei-ner Erkenntlichkeit und Dankbarkeit versichert, und ihndavon zu überzeugen sucht. Man danket ihm mir derThat, wenn man ihm wirklich wieder etwas Gutes thut,oder Gefälligkeiten erzeiget.
Man braucht auch das Wort Danken bisweilen vonden Gebehrdcn. Wir danken jemand, der uns mit Ab-nehmung des Hutes, oder andern Gebehrden grüßet,wenn wir wieder den Hut abnehmen, und dergleichen.Allein in diesem Sinn Heisset es nur so viel, als einen wie-der grüßen.
Das Wort Bedanken, verstehet sich blos von denWorten und Reden, wodurch wir einen andern von unse-rer Erkenntlichkeit und Dankbarkeit zu überzeugen suchen.Aber diese beiden Wörter, Danken und Bedanken,werden auch bisweilen in einem andern Sinn genommen,nehmlich, man danket oder bedanket sich für eine Sa-che, welche man nicht haben will. So sagt man: DieseBedienung ist mir angetragen worden, aber ich habemich dafür bedanker. Diefe Arbeit folite ich über mich
neh-