Vereinige!!. Vergleichen.
und die Dummheit, sind allezeit mit Unwissenheitverknüpfet.
Der Unwissende bildet sich bisweilen ein, er versteheschon viel, aber je mehr er lernet, desto mehr siehet er,daß er nnr wenig weis. Der Unverständige dünketsich oft vielen Verstand zu haben, sonderlich wenn er reichist, nnd von Schmeichlern gelobet wird, und dann ist essehr schwer, ja oft unmöglich, ihn von dem Gegentheil zuüberführen. Der Dumme hat keine Empfindung vondem Werth der Erkenntniß und Wissenschaft, und küm-mert sich daher, auch gar nicht darum.
184. Vereinigen. Vergleichen.
A>ereinigen, zeiget eine blosse Verbindung an, ohneden Begrif einer vorhergegangenen widrigen Gesin-nung mit sich zu führen, Dergleichen, sehet eine Ver-schiedenheit der Meinungen oder Gesinnungen voraus.
Diejenigen vereinigen sich, welche ihren Willen undgcsammte Kräfte, zu Erreichung eines gewissen Endzwecksmit einander verbinden. Diejenigen, welche verschiedeneMeinnngen und Gesinnungen hatten, und hernach miteinander übereinstimmen, vergleichen sich.
So sagt man: Diese Kausieute haben sich in demHandel vereiniget, das ist, sie haben sich zu Erreichungeinerlei Endzwecks mit einander verbunden.
Der Schuldner hat sich mit seinen Gläubigern, überdie Zahlung verglichen, das ist, da sie vorher verschie-dentlich gesinnet waren, und die Gläubiger, die ganzeSchuld mit einem male bezahlt haben wollten, so sind siemm übereingekommen, daß nur ein Theil davon, oder,daß sie in gewissen Terminen bezahlt werden soll.
Die Fürsten von Griechenland vereinigten sich,Troja zu zersiohren, sie konnten sich aber bisweilen überder Beute nicht vergleichen.
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