Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

Fodcrn. Fordern. 329

das Wort bestehet, von einander abgesondert und getren-net worden. Daher ist ihnen auch nach der verschiedenenAbsicht, von einigen diese, von andern jene Benennunggegeben wordeu.

195. Fodern Fordern.

igentlich gehören diese Wörter nicht unter die gleichbe-deutenden, sondern sind in ihrer Bedeutung sehrvcr-schieden. Das erste heißc so viel, als das lateinische po-Aulare, das zweite heißt momovcre. Allein sie werdenvon vielen, eins fürdaS andere gebraucht, und weder imReden noch Schreiben unterschieden, man findet oft: Erist zu einen: Amte befoderr, und auch: Er ist zu einemAmte befördert worden. Sie foderren, und auch:Sie forderten eine Snmme Geldes von ihm.

Andere mache» den Uuterschied, daß sie das erste,xvnu!.ne, fordern, das zweite, xrvmovere, för-dern , schreiben. Diesen Unterschied finde ich sowol inder hallischen Bibel, als auch von Frischen, im Wörter«buche beobachtet»

Gottsched schreibt das erste fodern, und erklaretdurch heischen, begehren, das zweite, fördern, be-fördern, beschleunigen. Siehe Gottscheds Spracht.

Ich sehe nicht ab, warum das letzte nothwendig ein öhaben ftile. Es kommt her, wie Frisch selber bemerket,von fort, und heißt so viel, als fortbringen, weiterhelfen; Also dünkt mich, man könne das 0 des Stamm-worts , mit gutem Grunde beibehalten, ohne es in ö zuverwandeln, und das erste, sowie Gottsched thut, fo-dern, das ziveice, fordern schreiben. Eine Sache forsdcrn, oder befördern. Die Beförderung. Ein Be-förderer. Nicht: Befördern, Beförderung, Be-förderer.

NXichter hat diese Wörter ans gleiche Weise un-terschieden, vitlcrum, sagt er, ex Zenio linAuse,

T 5 /o?ck>»