Fähigkeit. Geschicklichkeit. Fertigkeit, zzz
schon gesehen haben, und sie sogleich wieder davon ab-wenden. Erblicken, wenn uns plötzlich waö in dieAugen fallt, was wir vorher noch nicht gesehen haben.Eö heißt, mit einem Blicke etwas plötzlich gewahrwerden.
Eine Sache laßt sich blicken, wenn sie nur einenAugcnblickzum Vorschein kommt, undsogleich wiederun-fern Augen entzogen ist. Man blicket jemand an, ge-meiniglich um ihm etwas zu erkennen zu geben , unsereZufriedenheit oder MiSvergnügen, oder ihn aufeineSa-che aufmerksam zu machen, auf welche wir selbst aufmerk-sam sind. Man crblict'ct etwas unvrrmuthct, oder dochohne zu wissen, daß man es eben in dem Augenblick sehenwerde. Man blicker bisweilen nach einer Sache, ohnedarauf eine sonderliche Aufmerksamkeit zu richten. Sosagt man : Ich blickte nur dahin, so ward ich es schongewahr. Wenn die Blicke mit einiger Aufmerksamkeitauf jemanden gerichtet werden, so blicket man ihn an,und alsdann haben die Blicke eine Art der Sprache.Man muß erst jemand erblicken, ehe man ihn anblickenkann. So kann man sagen: Ich erblickte meinen Bru-der schon von ferne, und fobald er mir naher kam, fandich bei dem ersten Anblick, daß er sehr gealtert habe.
Blicken und anblicken, geschiehet nur in der Nahe,aber man kann auch ^?n weiten etwas erblicken.
193. Fähigkeit. Geschicklichkeit.Fertigkeit.
aö Vermögen, welches wir haben, eine Sache zuverrichten, nennen wir Fähigkeit; Eine gewisseUebung, welche wir schön darin gehabt haben, bringtuns die Geschicklichkeit zuwege: Eine grosse Uebung,wodurch wir so weit gekommen sind, daß wir sie mit be-sonderer Geschwindigkeit verrichten, schaft uns die Fer-tigkeit.
Man