4Z4 Nie. Niemals. Nimmer.
Man kann die Fähigkeit, in eine natürliche underrvorbene unterscheiden.
Wer Verstand und ein gutes Gedächtniß hat, derhat eine natürliche Fähigkeit, etwas zu seinen. Werwirklich etwas gelernet hat, der hat sich die Fähigkeiterworben, dasjenige zu thun, wovon er nunmehr weis,was dazu erfodcrt wird.
Wer die natürliche Fähigkeit seines Verstandesauf die Erlernung der Rechte wendet, der erwirbt sichdadurch die Fähigkeit, einen Prorcß zu fuhren. Werschon oft dergleichen geführet hat, erlanget eine Geschick»lichkeir darin. Und die grosse Uebung bringet ihm eineFertigkeit zuwege, daß er geschwinde alles übersiehet,was für oder wider eine Sache gesagt werden kann.
Man muß viel Fähigkeit haben, einen guten Ent-wurf zu machen. Viel Geschicklichkeic, ihn auszu-führen. Viel Fertigkeit, wenn man ihn geschwinde zuStande bringen will.
199. Nie. Niemals. Nimmer. Nimmer-mehr. Je. Jemals.
AHan braucht diese Wörter, wenn man sagen will, daßeine Sache noch nicht geschehen ist, oder nicht ge-schehen wird.
Nie und niemals, beziehen sich sowol auf das Ver-gangene als auf das Zukünftige, man drücket dadurch aus,daß eine Sache bisher noch nicht geschehen ist, oder daßsie nicht geschehen wird. Zimmer und nimmermehr,beziehen sich blos auf das Zukünftige, und zeigen an, daßeine Sache zwar schon gewesen ist, aber nicht wieder seynwird, oder nicht wieder geschehen soll. So sagt man:Nie oder niemals, wird ein Mensch dazu kommen, daßer alle Wissenschaften aus dem Grunde lerne. Nimmeroder nimmermehr, wird ein König aufkommen, derdem Salomo an Weisheit gleich fey, und bergt.