Jung. Neu. Frisch. 34z
gen, wenn wir uns selbst bemühen, tugendhaft zu seyn,und die Tugendhaften ehren.
Ein jehrer ziehet den fleißigen Schüler allezeit vor,aber er giebt ihm den Dorzug, wenn er ihn über dieandern setzet.
Innerlich ziehen wirallezeit, unseren Freund, einemUnbekannten vor. Wenn beide uns um eine Gefällig-keit bitten, die wir nur einem von ihnen erweisen können,so werden wir auch unserem Freunde den Vorzug ge-ben. Allein in gewissen äußerlichen Höflichkeitobezeu.gungen, geben wir doch bisweilen einem Unbekannten,den Vorzug, vor unserem Freunde»
2O5. Jung. Neu. Frisch.
A>ur in so weit sind diese Wörter gleichbedeutend, als^ ^ sie etwas anzeigen, was noch nicht lange da gewe«sen, und daher zum Gebrauch noch vollkommen tüchtigist. Jung, beziehet sich auf das Alter. !77cu, aufdas Daseyn. Frisch, auf eine Unverdorbenheit. Daserste wird von lebendigen, die beiden andern eigentlichvon leblosen, aber in einem uneigentlichen Verständeauch bisweilen von lebendigen Dingen gebraucht.
Jung, zeiget an, daß ein Geschöpf noch nicht dieJahre erlanget hat, da cS in seiner völligen G'össc undKraft ist. Die ersten zehen Jahre des menschlichen je.bcns, nennet man das kindische Alter. Wenn man alsosagt: Ein junges Kind, so zeiget man dadurch ein sol-ches an, welches noch nicht lange auf der Welt ist, oder,dem noch einige Jahre fehlen, ehe es aus der Kindheitheraus kommt. Ein junger Menfch, ist derjenige, wel-cher das mannliche Alter noch nicht erreicht hat. Einjunger Mann, derjenige, der noch bei völligen Kräftenist, bei dem das Alter noch nicht heran kommt. Eo ancheine junge Frau, eine junge N>irrvve. Die jungeMannschaft. Ein junger Herr, u. s. w-
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