Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Z56 Behalten. Zurückhalten.

Man ftgt: Jemanden viel Schwierigkeitenmachen. Dio Schwierigkeiten vorher sehen. DieSchwierigkeiten heben, oder sie überwinden. Einemviel Hindernisse im Wege legen. Hindernisse antref-fen. Die Hindernisse aus dem Wege räumen, odersie übersteigen.

2!2. Behalten. Zurückhalten.

ehalten / hat eine Absicht aus unsere eigene Güter.Zurückhalten, auf die Güter eines Andern, diewir in Besitzung haben. Was uns zugehörct, und wirnicht zu geben schuldig sind, können wir behalten, waöAndern zugehöret, oder was wir ihnen zu geben schuldigsuid, müssen wir nicht zurückhalten.

Wer das Scinige selber braucht, beHaltes: Werein geliehenes Geld nicht wieder geben will, der halt esdem Gläubiger zurück. Imgleichen, wer eine Sache,die ihm zur Verwahrung anvertrauet worden, nicht wie-der ausliefern will, der halt sie zurück.

Behalten, heißt in dem Besitz einer Sache bleiben:Zurückhalten, heißt dasjenige nicht wieder geben, wasvon uns gesodcrt wird, und was wir wiederzugeben schul-dig sind. Vchalre was du hast, das ist, bleibe in demBesitz desselben. Behalte dieses für dich, ich schenke es dir,das ist, bleibe in dem Besitz desselben, es soll nun dein Ei-genthum seyn. So sagt man auch: Seinen guten Namenbehalten, Recht behalten, und dergl. Warum haltestdu dieses zurücke das ist, warum giebst du es nicht wie-der, da es von dir gesodert wird?

Bisweilen wird das Wort behalten, auch von demGute eines andern gebraucht, welches wir in Besitzunghaben, z. B. Hestk.18- v.,6. Behält das Pfand nicht.Mein zurückhalten drücket allezeit etwas mehreres aus.Der Wucherer behalt gern das Pfand, wenn es nichtwiedergesodert wird, oder in Vergessenheit kommt: Er