Z?2 Beschirmen. Beschützen.
So würde man sagen können: Der Hirte beschirmmer seine Heerde, wenn er dnrch die Achtsamkeit, weicheer darauf hat, und durch die Hunde, welch? er vor siestellet, die Raubthiere zurück halt, daß sie keinen Anfallwagen dürfen. Er beschützet sie, wenn sie wirklich an-gefallen wird, und er alsdenn hinzueilet, und sie verthei-diget. Der König beschirmet seine Unterthanen, wenn> er für sie wachet, und alles in solchen Stand zu setzen sucht,daß sie nicht können angegriffen werden, wenn er sie mitseiner Macht gleichsam bedecket, daß kein Angriff auf siegeschehen kann; Er beschützet sie bei einem wirklichenAngriffe, wenn er denselben von ihnen zurück treibet. Undin der Verknüpfung dieser Wörter, Jemand in Schirmund Schurz nehmen: Schirm und Schurz gewahren:Beschirmen und beschützen, würde das erste, sich mehrauf etwas beziehen, was man thut, um jemand vor ei-nem Angriff in Sicherheit zu sehen, oder den Angriff vonihm abzuhalten, das zweite, sich besonders auf die Leistungder Hülse, bei dem Angriffe selbst, und die Zurücktreibungdesselben beziehen.
Nehmen wir an, daß diese beiden Wörter, vonschirm und Schild, icutum^ ihren Ursprung haben,so scheinet die Etymologie selbst, diesen Unterschied zu be-stätigen. Denn das Wort Schirm, kann von einer je-glichen Bedeckung gesagt werden, wodurch man vor et-was in Sicherheit gesetzct wird: Das Wort Schild giebtbesonders den Begriff einer solchen Bedeckung, die mangegen einen Angriff nöthig hat. Oder wollte man dasWort schützen, von schießen, scvten herleiten, so wür-de es doch ebenfalls, mehr den Begriff der Zurücktreibungeines wirklichen Angriffes geben.
222. Feindschaft. Groll.
t^>icse beiden Wörter, drücken eine widrige Gesinnung"-^ aus, welche wir wider jemand haben. Die Feind-
schaft