Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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z?6 Der Andere. Der Zweite.

Sprache gemäßer seyn, wenn man diesen Unterschied be-obachtete, welcher auch in anderen Sprachen Statt findet.Der Engelländer, wird auf rlie ll, nicht tn'ockei-, derFranzose, auf Premier nicht 1'autre im Zahlen folgenlassen.

Unterdessen ist es doch gewiß, daß man in unsererSprache, von den ältesten Zeiten her, das Wort der an-dere, auch sür der zweite gebraucht hat, so wie es nochjetzt, von den mehresten geschiehet, wie Herr Adelungim Wörterbuche mit vielen Beispielen zeiget, und dieGottschedische Regel, ist also dem allgemeinen Gebrauchezuwider.

Wer ihm folgen will, wird zwar keinen Fehler bege-hen; Allein man muß auch nickt den gegenseitigen Ge-brauch, für falsch erklären, und als einen Sprachfehlerverdammen.

226. Belangen. Ansangen. Angehen.

Betreffen.

L^n dem Verstände, da diese Wörter ein Antheil aus-drücken, welches wir an einer Cache nehmen, sind siea.leichbedeutend, und werden oft ohne Unterschied gebraucht.Man sagt fthr gewöhnlich von einer Sache: In so weitstemich belanget, mich anlanget, mich angehet, michkerrifr, ohne darauf zu sehen, ob wir ein grosses, odergeringes Antheil daran nehmen. Unterdessen steigen dochdiese Wörter staffelweise, das eine drücket mehr aus, alsdas andcre, und wenn man mit vollkommener Richtigkeitreden will, so muß man den Unterschied zwischen ihnenzu bestimmen suchen«

Mich dünkt, wenn man auf die Redensarten Acht hat, von welchen fie hergeleitet werden, so wird man die-sen Unterschied finden können.'

Was nur bis an uns langer, und nicht weiter kom-men kann, das trift uns nicht sehr. Anlangen, würde

man