Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Weg. Bahn. Strasse. Pfad. Steig. 379

gehet, gibt zu erkennen, daß mein Herz auf gewisseWeise daran Theil nimmt; In so weit sie mich dcrnffcist noch stärker, e6 zeiget an, daß ich dadurch gerührtbin, und druckst noch eine größere Thcilnehmnng aus.

227. U?eg. Bahn. Strasse. Pfad.Steig.

an bezeichnet mit diesen Wörtern, diejenige StreckeLandes, auf welcher man von einem Orte zum an-dern reiset.

tVeI, ist das allgemeine Wort,, man braucht essowol von einer breiten als schmalen Strecke Landes, so-wol wenn sie viel, als wenn sie wenig von Reisenden be-treten wird.

Man nennet auch 5Veg, besonders den Eindruck,welchen die Wagenräder der Reisenden, in der Erde ge-macht haben. So sagt man: Dieser 5Vcg, führet da-hin. Es war so dunkel, daß man den Weg nicht sehenkonnte, und dergleichen.

Man sagt auch uneigentlich, der lVcg, von einemjeglichen Raum, welchen man von einem Orte zum andernzurück leget. So stehet: Sprüchw. zo, 19. Des AdlerslVeg im Himmel, der Schlangen lVcI aufeinem Fel-sen , des Schiffs N)eg mitten im Meer. Es ist sehrgewöhnlich, daß man sagt: Das Schiff hat schon einenweiten 5Veg zurück geleget. Es hat seinen lVeg dahingenommen, und dergleichen.

Bahn, heißt ein sehr betretener tVeg, auf wel-chem viele Leute reisen. Sosagtman: Von diesem Or-te nach jenem, kann man nicht irre fahren, denn manfindet überall eine grosse Bahn vor sich. Man nennetSchlittenbahn, einen Weg, wo schon viel Schlittengefahren sind- Die Bahn brechen, heißt, zum erstenmale aufeinem Wege reisen, und ihn für die Nachfolgen,den schon bequemer machen. Wenn tiefer Schnee gefal-len ist, ist es nicht gut, aufeinem Wege zuerst zu fah-ren.