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Zittern. Beben.
229. Zittern. Beben.
iA>iese Wörter drücken eine ungewöhnliche, hin und her—Bewegung eines Körpers aus, mit dem Unterschie-de, daß eine zitternde Bewegung, geschwinder und kür-zer, eine bebende, langsamer, aber starker ist.
Man sagt: Die Erde zittert, wenn es scheinet, alsob sie sich unter unsern Füssen , geschwinde hin und herbewegte, wie gemeiniglich geschiehet, wenn eine grosse jastdanieder fällt, eine Mauer einstürzet, ein Geschütz gelösetwird, und dergleichen. Die Erde bebet wenn wirklicheinige Theile derselben, sich auf und nieder bewegen, so,daß die darauf stehenden Gebäude mit bewegt werden,und endlich einfallen müssen.
Der Mensch zittert, wenn durch eine ungewöhnlicheWallung des Geblüts, seine Glieder sich geschwinde hinund her bewegen. Er bebet, wenn der ganze ieib miteiner langsameren, aber heftigeren Bewegung, von einerSeite zur andern weichet, als ob er fallen wollte. Manverknüpft auch beides zusammen: Er zittert und bebet,und drücket alsdann durch das erstere, die geschwindeBewegung der Gliedmassen, durch das andere: die lang,saniere Bewegung des ganzen ieibes aus.
Gemeiniglich zittert der Mensch, vor Furcht, odervor Kalte, oder auch vor Alter: Er beber, vor hefti-gen Schrecken, oder, wenn er in Ohnmacht fallen will.
2zo. Genug. Genugsam. Zur Genüge.
!ese Wörter zeigen eine gewisse Menge von einer Sa«che an, welche wir zu etwas brauchen. Das ersteaber beziehet sich auf eine solche Menge, welche wirverlangen: Das zweite auf eine solche, welche wirwirklich brauchen: Das dritte, auf eine solche, alsnöthig ist, unsere Absichten zu erreichen.
Man hat genug, wenn man nicht mehr verlanget:Man hat genugsam, wenn man nicht mehr brauchet:
Man