Genug. Genugsam. Zur Genüge. z85
Man hat zur Genüge, wenn man so viel hat, daßmandadurch seinen vorgesetzten Zweck erlangen sann.
Man sagt: Es ist genug, wenn man so viel voneiner Sache hat, als man davon haben will: Es ist ge-nugsam, wenn man so viel hat, alö nöthig ist: Es istZur Genüge, wenn so viel da ist, daß wir unsere Ab-sicht damit erreichen können.
Ein Geiziger, hat niemals genug, denn er will im-mer ein mehrcres haben. Ein Verschwender, hat nie«mals ein genügsames Auskommen, weil er immer mehrausgeben will, als er einnimmt. Ein zufriedener Mensch,hat bald zur Genüge, weil sich seine Absichten nichtweiterstrecken.
Wenn ich zu jemand sage: Du hast genug gearbei-tet, so zeige ich an, daß ich nicht mehr Arbeit von ihmverlange. Wenn ich sage: Du hast genugsam gear-beitet, oder genügsame Arbeit gethan, so zeige ich an,daß er so viel gearbeitet hat, als nöthig ist. Wenn ichsage: Du hast zur Genüge gearbeitet, so zeige ich an,daß die Arbeit, die er gethan hat, zu Erreichung meinerAbsichten hinlänglich ist.
Ich habe Auskommen genug, wenn ich nicht mehrverlange. Ich habe ein genügsames Auskommen, wennich nichr mehr brauche, und so viel habe, als zu meinemUnterhalt, nach dem Stande, worin ich lebe, nöthig ist.Mein Auskommen ist mir zur Genüge, wenn ich damitmeine Absichten erreichen, und auf die Art und Wciseleben kann, wie ich es mir vorgenommen habe.
251. Vollbringen. Eichigen. Gin Endemachen.
an vollbringet eine angefangene Sache, indem mandaran zu arbeiten fortführet, bis man sie so weit brin-get, wie man sie haben wollte. Man endiger sie, wennsie so weit gekommen ist, daß man die letzte Hand anleget.
B b Man