4Oo MarkLfthreicr. Quacksalber. Saalbadcr. :c.
Zur zweiten Gattung gehören die Garkenfrüchte.Man säet Kohl Saainen, Sallat Saamen, allerleiKräuter und Blumen Saamen, nicht so sehr um dieVermehrung der Körner, als um den Kohl, Sallat,Kräuter und Blumen zu haben, und läßt nur etwas ste-hen, daß es Saamen trage, welchen man in einem an-dern Jahre wieder säen könne.
Saat, heißt auch die Handlung des Saens. Sosagt man; DieSaar ist geschehen. Man nennet Saat-zeit, diejenige Zeit, in welcher gesäet wird. Imgleichennennet man Saar , das aufgegangene Korn. Die Saatstehet schön. Die Saat sicngelt, oder schösset.
240. Marktschreier. (Quacksalber.Gaalbader.
Markrschreierei. (Quacksalberer.Saalbaderei.
an nennet Marktschreier und «Quacksalber, sol-che icute, welche, ohngeachtet sie die Arzeneikunstnicht verstehen, dennoch mit Arzeneien dastand durchzie-hen, und dieEinfaltigkeit desPöbelS misbrauchen, indemsie sich rühmen, solche Geheimnisse zu besitzen, wodurchsie alle Krankheiten heilen können.
Der Marktschreier uuterscheidet sich dadurch vondem (Quacksalber, daß er eine Bude auf öffentlichemMarkte bauet, uud seine Heiluugömittel ausschreiet, die-ser hingegen nur in die Häuser läuft, und seine Arzeneienanpreiset, oder gedruckte Zettel herum schickt, worin er seineEuren rühmt, und die jeute an sich zu ziehen sucht.
Man leget daher den Namen der Quacksalber, ge-meiniglich solä)en Aerzten und Wundärzten bei, die, obsie gleich wenig verstehen, dennoch viel Rühmens von sichmachen, oder, welche einerlei Mittel in allen Krankheikenbrauchen, und es für alle Zufälle anpreisen.
Im-