Marktschreierek. Saalbaderci. Quacksalberei. 4^
Imgleichen nennet man (Quacksalbereien, solcheMittel, die weder helfen noch schaden können, sondern nurden beulen das Geld abzulocken, dienen. D.e sogenann-ten apoplecktischen Säcklein, welche vor einiger Zeit so be-rufen gewesen, und wodurch man sich, wider den Schiag-fiuß zu verwahren glaubte, war u.chcS anders, als eine(Quacksalberei.
Wenn gewisse Mittel, ohngeachtet sie an sich gutsennmögen, dennoch über die Massen gelobet, und ui allenZe-tungen bekannt gemacht werden, damit man sie nurkaufen, und der Erfinder Gelo bekommen möge, so nen-net man solches eine Nlarrrjchrciere:.
Mmche Zeitungen, sind voll solcher MarLtscdreie-reien, und es geschiehet bisweilen sogar, daß selbst ge-schickte Aerzte, a»6 einer gar zu guten Mciiumg, die sievon ihren Hülfsmitteln haben, oder auch aus Gewinnsucht,sich zu solcy^n Markrschreiereien verleiten lajsn.
Das Wort Saaibadcr, kann auch einiger MassenHieher gerechnet werden. Mich dünkt, wie nie,',! denNamen ver Marktschreier und (Quacksa-dcr, unge-schickten Aerzten und Wundärzten gegeben hat, so hatin,?!, den Namen der Gaaibader, ungeschickten Badernbeigelegt.
Saaldadereien, Saalbader Possen, nennet man
allerlei abgeschmackte Erzählungen von nichtigen Dingen,und alberne Schwanke. Vermuthlich, weil die ungeschicktten Bader , gemeiniglich Hre Kunden, mit solchen Din-gen zu belustigen suchen.
Anmerk. Einige wollen das Wort Guscksalbcr von Ou.'kenherleiten, welches eigentlich von den Fröschen gesagt wird, 'es solleinen Menschen bedeute», der den Leuten die Ohren voll schreiet.Andere leiten esh.'r, von dem Worte Gnackeleien, welches so vielheißt, als allerlei nichtige Dinge, und so konine es einen Menschenanzeiqen, der allerlei nichtige Arzeneien verordiu't. Noch ancerewollen die Abstammung von dem alten Worte (Unock herführen,welches munter oder lebenSig bedeutet, weil ein solcher Arzt s'ch
Sroschl.TH. Cc nch-