Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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4^8 Pein. Schmerz. Wehe. Wehtage.

Der Rath zu Rom bewies eine grosse Harrigkeir, ge-gen die Carthaginicnsischen Gesandren, (in Ans hung derGesinnung, welche er gegen sie hatte) er wollte sich durchihr sufifalligeö Bitten nicht bewegen lassen, ihnen gelin-dere Friedensbedingungen zu ertheilen. Es wurde denCartha^inienslschen Gefangenen mit vieler Härte begegnet,(in Ansehung desjenigen selbst, w.'.S ihnen angeth'n wur-de, und wae sie ausstehen mußten.) Unterdessen ist esnicht zu leugnen, daß dieser Unterschied nicht allemal be-obachtet wird, wie denn auch der Etymologie und eigent-lichen Bedeutung nach, das Wort Harcigkeic nichts an-ders ausdruckt, als das Wort Harte.

244. Pein. Schmerz. Wehe. tVehtage.

Aslle diese Wörter, drücken eine nnangcnehme Empstn-^ düng aus, welche ein Leiden verursachet.

lX'iii/ ist das höchste, man braucht es von den hef-tigsten Schmerzen. Pein leiden. DieHollenpctn. Einenpeinigen, sagt man von der grvssesten Marter.

Schinerz, ist geringer als Pein, aber heftiger alsWehe, die Redensart: L^ö thut ihm webe, zeigetnicht eine so grojse Empsindung an, als wenn man sagt: Erhat Schmerzen, oder: Er stehet Schmerzen aus.

Wir sagen gewöhnlich: Das Dauchwehc, dasRopfrvehe, das Zahnrvehe. Imgleichen: Bauch-schmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, dasletztere aber zeiget eine grössere Heftigkeit des Leidens an.Man sagn Gichtschmerzen, Sreinschmerzen, nichtSteimvehe, Gichtwche, weil der Stein und disGicht, ein sehr heftiges, und gefährliches Leiden verur-sachen.

N)chcage, drücket ein solches Leiden aus, welchesgemeiniglich nicht gefahrlich ist, und nur einige Tage an-hält. So sagt man: Aopfwebtage, Zahnwehrage,weil dieses U?ehe gemeiniglich nur einige Tage währet.

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