Aroh.Frölich. Freudig. Wort. Redensart. :c. 4.9
Die Hohenpriester und Acltesten der Juden, wurdenfroh, als Judas sich erbot, Jesum z>> vcir.uhcn.Mare.14,11. Sie sahen dieses als einen glücklichen Zufall fürsie an. Es war ihnen lieb, sie empfanden ein innerlichesVergnügen und freueten sich darüber, daß ihnen dieseGelegenheit angeboten wurde, Jesum in ihre Hände zubekommen. Man nennet Scb^denfrol), einen Men-schen, welcher sich über den Schaden und das Unglückanderer freuet, und darüber innerlich vergimgt ist.
Die Ifraeliten waren froücl), über den reichen Bei-trag, den jedermann zum Tempclban gethan hatte, undlobeten Gott. 1 Chro». 29, 9. Das ist, sie legten dieFreude, welche sie darüber empfanden, äusserlich, durchdas Lob Gottes, an den Tag. David war frölicd, als erdie Bundesladc nach Jerusalem brachte. 2 Sam. 6,14.15.
Man sagt: Jemand freudig machen, das ist, eineMunterkeit und Lebhaftigkeit bei ihm erwecken, und weilder Wohlstand und das Glück, gemeiniglich den Men-schen munter und lebhaft macht, fo brauchtman das WortFreudig, überhaupt für murhig, frisch. Freudig anseine Arbeit gehen: Seine Arbeit freudig verrichten/das ist, es mit Munterkeit und Lebhaftigkeit thun: Gu-ten Murh dabei haben.
251. Wort. Redensart. Ausdruck.
t^Virch ein tVort, stellen wir bloS eine einzelne Sache—-^ vor. Die Redensart, ist eine Zusammensetzungmehrerer Wörter, welche einen deutlichen Sinn geben.
Der Ausdruck, istein^Vorr, oder eine Redens-art, wodurch wir dasjenige, was wir denken, mit be-sonderem Nachdruck vorzustellen, oder das Bild, wel-ches wir in den Gedanken eines anderen hervorbringenwollen, nach allen seinen Eigenschaften lebhaft zu entwer-fen suchen,
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