Erwiedern. Versetzen.
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rüge nicht thun will, was du von mir bitten wirst.Worauf Anaximenes lächelnd erwiederte: So bitte ichdich, daß du jampsakus zerstörest. Hier könnte man auchsagen, Anaximenes antwortete darauf. Aber erwie-derte, ist besser, eö drücket eine gewisse Gleichheit zwi-schen der Rede des Alexanders, und der Antwort desAnaximenes aus, und zeiget gleich an, daß dieser demAlexander, seine eigene Worte gleichsam zurück gegeben,und sie dadurch entkräftet habe.
Metellus Nepos, wollte dem Cicero seine niedrigeHerkunft vorwerfen, und wiederholte deswegen oft, die.se spitzige Frage: N)er ist dein Vacer ^ Endlich ver-setzte Cicero darauf: Du würdest viel verlegnerseyn, auf die? Frage zu antworten. Seine Ant-wort war eben fo stachlich und beissend, als die Frage;Indem die Mutter dieses Metellus, den Ruf hatte, daßsie die Regeln der Keuschheit, nicht sonderlich beobachtethabe. Man könnte hier ebenfalls sagen: Cicero antsworrete darauf; Aber er versetzte ist starker, es giebtgleich den Begrif, einer durchdringenden und empfindli-chen Antwort.
Man muß allezeit deutlich und richtig antworten:Gründlich beantworten: Hurtig und lebhaft erwie-dern : Fein und ohne Grobheit versetzen.
Anmerk. Ich gestehe, daß einige, die Wörter, crrviever»und versetzen, bloß zur Abwechselung, für antworten, zugebrauchen pflegen; Allein man wird sich allezeit eines Wortesam besten und schicklichsten, in solchen Fallen bedienen, wo cSeinen besonderen Nachdruck hat, und ein anderes nicht so gut da-für gesagt werden könnte. Das ist die Ursach, warum ich gl»u«be, daß errviedernund verseyen, nicht so gut für antworte,,insgemein, sondern beste» und bestimmter, in dem angezeigtenFällen gebraucht werden, wo gewiß allemal ein ander Wort,zu wenig oder zu viel sagen würde»
255. Vers