Macht. Gewalt.
Die Starke ist eine grössere Rrafr. Die Arafcdes menschlichen Leibes, istindenNervcnundMuökeln:Die Grarke, rühret von einer besondern Vestigkeit der-selben her^ und man braucht daher das Wort Stärke,von solchen Handlungen, wozu eine grössere Vesiigkeitder Nerven und Muskeln crfodert wird, und bestimmetdadurch naher, wie groß die Nraft sey. Z. E. DerMensch hat die Arafr, etwas zu heben. Er hat dieStärke, dreihundert Pfund zu heben. Er hat dieStarke, diese grosse Last zu tragen. Der König Au-gustus, in Polen , hatte solche Stärke in den Handen,daß er ein Hufeisen zerbrechen konnte. Milo von Cro-tona, war von solcher Stärke, daß er einen Ochsenmit der blossen Faust konnte todt schlagen.
Wenn wir sagen: Verstand, Wille, Gedächtniß,Beurtheilung, sind Aräfre der Seele, so eignen wieder Seele das Vermögen zu, zu verstehen, zu wollen,sich zu erinnern, zu urtheilen, und die Fähigkeit, odereine Bemühung, solches Vermögen zu brauchen.
Mit dem Worte Stärke, bestimmen wir dieses Ver-mögen nähet. Er hat eine besondere Stärke des Ge«dächtnisses, der Beurtheilungskraft, u. s. w. EinMensch hat eine grössere Starke des Verstandes, alsder andere.
Man kann das Vermögen, die Rrasi und Star-ke haben, eine Sache zu thun, aber nicht die Macht.Z. E. Ein Bösewicht hätte wol die Stärke, einen Rei-senden auf der Landsirasse zu berauben, aber nicht dieMacht. Die Freiheit seiner Handlungen, ist durch dieGesetze und Strafe eingeschränket. Der Känig hat dieMacht, Gesetze zu geben und abzuschaffen. Er kanndarin mit völliger Freiheit handeln. Er hat Macht,über Leben und Tod. Man sagt: Das stehet nicht inmeiner Macht, und dergleichen- Die Macht, eignetuns ein gewisses Recht zu, eine Sache zu thun.
Man