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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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XX
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XX Einleitung.

lich auch so gedacht werden können, daß die Gesetzmäßig-keit ihrer Form wenigstens zur Möglichkeit der in ihrzu bewirkenden Zwecke nach Freyhcitögesetzen zusam-menstimme. Also muß es doch einen Grund derEinheit des Übersinnlichen, welches der Narur zumGrunde liegt, mit dem was der Freihcitsbegrif practischenthalt, geben, wovon der Begrif, wenn er gleich we-der theoretisch noch practisch zu einem Erkenntnisse des-selben gelangt, mithin kein eigenthümliches Gebiet hat,dennoch den Übergang von der Denlungsart nach denPrincipien der einen, zn der nach Principien der ande-ren, möglich macht.

III.

Von der Critik der Urtheilskraft, als einemVerbindungsmittel der zwey Theile derPhilosophie zu einem Ganzen.

Die Critik der Erkenntnißvermögen in Ansehungdessen, was sie s xriori leisten können, hat eigentlichkein Gebiet in Ansehung der Objecte; weil sie keine Doc-trin ist, sondern nur, ob und wie, nach der Bewand-niß die es mit unseren Vermögen hat, eine Doctrindurch sie möglich sey, zu untersuchen hat. Ihr Feld er-streckt sich auf alle Anmaßungen derselben, um sie indie Gränzen ihrer Rechtmäßigkeit zu setzen. Was abernicht in die Eimheilung der Philosophie kommen kann,