Einleitung. xxixV.
Das Princip der formalen Zweckmäßigkeitder Natur ist ein transcendentales Principder Urtheilskraft.
Ein transcendentales Princip ist dasjenige, durchwelches die allgemeine Bedingung 2 priori vorgestelltwird, unter der allein Dinge Objecte unserer Erkennt-niß überhaupt werden können. Dagegen heißt ein Prin-cip metaphysisch, wenn es die Bedingung a priori vor-stellt, unter der allein Objecte, deren Begrif empirischgegeben seyn muß, » priori weiter bestimmet werden kön-nen. So ist das Princip der Erkenntniß der Körper, alsSubstanzen «nd als veränderlicher Substanzen, tran-scendental, wenn dadurch gesagt wird, daß ihre Verän-derung eine Ursache haben müsse; es ist aber metaphysisch,wenn dadurch gesagt wird, ihre Veränderung müsse eineäußere Ursache haben: weil im ersteren Falle der Kör-per nur durch ontologische Pradicate (reine Versiandes-begriffe), z. B. als Substanz, gedacht werden darf, umden Satz a priori zu erkennen; im zweyten aber der em-pirische Begrif eines Körpers (als eines beweglichenDinges im Raum) diesem Satze zum Grunde gelegtwerden muß, alsdann aber, daß dem Körper das letz-tere Prädicat (der Bewegung nur durch äußere Ursache)zukomme, völlig s priori eingesehen werden kann. —SoNst, wie ich sogleich zeigen werde, das Princip der