XXXVI Einleitung.
Causalitat annehmen zu müssen, unserem Verstände an>sanglich unvermeidlich scheint, sie dennoch unter einergeringen Zahl von Principien stehen mögen, mit derenAufsuchung wir uns zu beschäftigen haben, u. s. w. DieseAusammenstimmnng der Natur zu unserem Erkenntniß-Vermögen wird von der Urtheilskraft, zum Behuf ihrerReflexion über dieselbe, nach ihren empirischen Gesetzen,a prlorl vorausgesetzt; indem sie der Verstand zugleichobjectiv als zufällig anerkennt, und bloß die Urtheils-kraft sie der Natur als transscendentale Zweckmäßigkeit(in Beziehung auf das Erkenntnißvermögen des Sub-jects) beylegt: weil wir, ohne diese vorauszusetzen, keineOrdnung der Natur nach empirischen Gesetzen, mithinkeinen Leitfaden für eine mit diesen nach aller iHrcrMan-nichfaltigkeit anzustellende Erfahrung und Nachforschungderselben haben wurden.
Denn es läßt sich wohl denken: daß, ungeachtetaller der Gleichförmigkeit der Naturdinge nach den all-,gemeinen Gesetzen, ohne welche die Form eines Erfah-rungserkenntnisses überhaupt gar nicht Statt findenwürde, die specifische Verschiedenheit der empirischenGesetze der Natur, sammt ihren Wirkungen, dennochso groß seyn könnte, daß es für unseren Verstand un-möglich wäre, in ihr eine faßliche Ordnung zu entdecken,ihre Producte in Gattungen und Arten einzutheilen, umdie Principien der Erklärung und des Verständnissesdes einen auch zur Erklärung und Begreifung des arp