XXXVIII Einleitung.
bestimmenden, sondern bloß der reflectirenden Urthcils-kraft; man will nur, daß man, die Natur mag ihrenallgemeinen Gesetzen nach eingerichtet seyn wie sie wolle,durchaus nach jenem Princip und den sich darauf grün-denden Maxiinen ihren empirischen Gesetzen nachspürenmüsse, weil wir, nur so weit als jenes Statt findet, mitdem Gebrauche unseres Verstandes in der Erfahrungfortkommen und Erkenntniß erwerben können.
VI.
Von der Verbindung des Gefühls der Lustmit dem Begriffe der Zweckmäßigkeit derNatur.
Die gedachte Übereinstimmung der Natur in derMannichfaliigkeit ihrer besonderen Gesetze zu unseremBedurfnisse, Allgemeinheit der Principien für sie aufzu-finden, muß nach aller unserer Einsicht, als zufalligbeurtheilt werden, gleichwohl aber doch, für unser Ver-siandevbedürfniß, als unentbehrlich, mithin als Zweck-mäßigkeit, wodurch die Natur mit unserer, aber nur aufErkenntniß gerichteten, Absicht übereinstimmt. — Dieallgemeinen Gesetze des Verstandes, welche zugleich Ge-setze der Natur sind, sind derselben eben so nothwendig(obgleich aus Spontaneität entsprungen), als die Bewe-gungsgesetze der Materie; und ihre Erzeugung setzt keineAbsicht mit unseren Erkenntnißvcrmvgen voraus, weil,wir nur durch dieselben von dem, waö Erkenntniß der