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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
XXXIX
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Einleitung. xxxrx

Dinge (der Nalnv) sey, zuerst einen Vegrif erhalten,und sie der Natur, als Object unserer Erkenntniß über-haupt, nothwendig zukommen» Allein, daß die Ordnungder Natur nach ihren besonderen Gesetzen, bey aller un-sere Fassungskraft übersteigenden wenigstens möglichenManuichfaltigkeit und Ungleichartigkeit, doch dieser wirk-lich angemessen sey, ist, so viel wir einsehen können, zu-fällig; und die Aufsindung derselben ist ein Geschäft desVerstandes, welches mit Absicht zu einem nothwendigenZwecke desselben, nehmlich Einheit der Principien in siehineinzubringen, geführt wird: welchen Zweck dqnn dieUrtheilskraft der Natur beylegen muß, weil der Ver-stand ihr hierüber fein Gesetz vorschreiben kann.

Die Erreichung jeder Absicht ist mit dem Gefühleder Lust verbunden; und, ist die Bedingung der erstemeine Vorstellung » priori, wie hier ein Princip für diereflectirende Urteilskraft überhaupt, so ist das Gefühlder Lust auch durch einen Grund s ^-loil und für jeder-mann gültig bestimmn und zwar bloß durch die Bezie-hung des Objects auf das Errenntnißvcrmögen, ohnedaß der Begrif der Zweckmäßigkeit hier im Mindestenauf das Begehrungsvermögen Rücksicht nimmt, undsich also von aller practifchen Zweckmäßigkeit der Na-tur ganzlich unterscheidet.

In der That, da wir von dem Zusammentreffen derWahrnehmungen mit den Gesetzen »ach allgemeinenNaturbegriffen (den Categorieen) nicht die mindeste

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