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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
XLVIII
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xr.vnl Einleitung»

Die Empfänglichkeit einer Lust aus der Reflexionüber die Formen der Sachen (der Natur sowohl alsder Kunst) bezeichnet aber nicht allein eine Zweckmäßigkeitder Objecte in Verhältniß auf die reflectirende Urtheils-kraft, gemäß dem Naturbegriffe am Subject, sondernauch umgekehrt des Subjects in Ansehung der Gegenstän-de ihrer Form, ja selbst ihrer Unform nach, zufolge demFreiheitsbegriffe; und dadurch geschieht es: daß dasästhetische Urtheil, nicht bloß als Gefchmacksnrtheil, aufdas Schöne, sondern auch, als aus einem Geistesgefühlentsprungenes, auf das Erhabene bezogen, und sojene Critik der ästhetischen Urtheilskraft in zwey diesengemäße Haupttheile zerfallen muß.

VIII.

Von der logischen Vorstellung der Zweck-mäßigkeit der Natur.

An einem in der Erfahrung gegebenen Gegenstandekann Zweckmäßigkeit vorgestellt werden: entweder auseinem bloß subjectiven Grunde, als Übereinstimmungseiner Forin, in der Auffassung (gpprsKei.üo) dessel-ben vor allem Begriffe, mit den Erkenntnißvermögen,um die Anschauung mit Begriffen zu einem Erkenntnißüberhaupt zu vereinigen; oder aus einem objectiven,als Übereinstimmung seiner Form mit der Möglichkeitdes Dinges selbst, nach einem Begriffe von ihm, der

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