Critik der ästhetischen Urtheilskraft.
Nun ist dieses Verhältniß ii: der Bestimmung einesGegenstandes, als eines schonen, mit dem Gefühle eine?Lust verbunden, die durch das Gcschmacksurthcil zu-gleich als für jedermann gültig erklärt wird; folglichkann eben fo wenig eine die Vorstellung begleitende An-nehmlichkeit, als die Vorstellung von der Vollkommenheitdes Gegenstandes und der Begrif des Guten, den Be-stimmunegrund enthalten. Also kann nichts anders alsdie fubjective Zweckmäßigkeit in der Vorstellung einesGegenstandes, ohne allen (weder objectiven noch sub-jektiven) Zweck, folglich die bloße Form der Zweckmäßig-keit in der Vorstellung, wodurch uns ein Gegenstandgegeben wird, sofern wir uns ihrer bewußt sind, dasWohlgefallen, welches wir, ohne Begrif, als allgemeinmitth'ilbar beurtheilen, mithin den Bestimmungsgrunddes Geschmacksurtheils, ausmachen.
§. 12.
Das Geschmacksurtheil beruht auf Gründenxi. priori.
Die Verknüpfung des Gefühls einer Lust oder Un-lust, als einer Wirkung, mit irgend einer Vorstellung(Empfindung oder Begrif) als ihrer Ursache, » piioiiauszumachen, ist schlechterdings unmöglich; denn dasWare ein Causalverhältniß, welches (unter Gegenstan-den der Erfahrung) nur jederzeit xollsriori. und ver-
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