48 Erster Theil.
kann. Dagegen, wenn man verworrene Begriffe, unddas objective Urtheil das sie zum Grunde hat, ästhetischnennen wollte, man einen Verstand haben wurde dersinnlich urtheilt oder einen Sinn, der durch Begriffeseine Objecte vorstellt, welches beides sich widerspricht.Das Vermögen der Begriffe, sie mögen verworren oderdeutlich seyn, ist der Verstand; und, obgleich zum Ge-schmacksurtheil, als ästhetischem Urtheile, auch (wie zuallen Urtheilen) Verstand gehört, so gehört er zu dem-selben doch nicht als Vermögen der Erkenntniß eines Ge-genstandes, sondern als Vermögen der Bestimmung desUrtheils und seiner Vorstellung, (ohne Begrif) nach demVerhältniß derselben auf das Subject und dessen inneresGefühl, lind zwar sofern dieses Urtheil nach einer allge-meinen Regel möglich ist.
§. 16.
Das Geschmacksurtheil, wodurch ein Gegen-stand unter der Bedingung eines bestimmtenBegrifs für schön erklart wird, ist nicht rein.
Es giebt zweyerley Arten von Schönheit: freyeSchönheit (xulcZnicuclo vaZa), oder die bloß anhän-gende Schönheit (pulcliili^uäc) sälissrsns). Die ersteresetzt keinen Begrif von dem voraus, was der Gegenstandseyn soll; die zweyte setzt einen solchen und die Vollkom-menheit des Gegenstandes nach demselben vorans. DieArten der erster» heißen (für sich bestehende) Schönheiten
dieses