68 Erster Theil.
tiven Princip mache, allererst einen Gememsinn zu hö«Hern Zwecken in uns hervorzubringen; ob also Geschmackein ursprüngliches und naturliches, oder nur die Ideevon einem noch zu erwerbenden und künstlichen Vermö-gen sey, so daß ein Geschmacksurtheil, mit seiner Zumu-thung einer allgemeinen Beystimmung, in der That mireine Vernunfrforderung sey eine solche Einhelligkeit derSinnesart hervorzubringen, und das Sollen, d. i. dieobjective Nothwendigkeit des Znsammenfließeus des Ge-fühls von jedermann mit jedes seinem besondern, nur dieMöglichkeit hierin einträchtig zu werden bedeute, unddas Geschmacksurtheil nur von Anwendung dieses Prin-cips ein Beyspiel aufstelle: das wollen und können wirhier noch nicht untersuchen, sondern haben vor jetzt nurdas Gcschmacksvermögen in seine Elemente aufzulösen,um sie zuletzt in der Idee eines Gemeinsinns zu vereinigen.
Aus dem vierten Moment gefolgerte Erklä-rung des Schönen.
Schön ist, was ohne Begrif als Gegenstand einesnothwendigen Wohlgefallens erkannt wird.
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Allgemeine Anmerkung zum ersten Abschnitteder Analytik.
Wenn man das Resultat aus den obigen Zergliederunggen zieht, so findet sich, daß alles auf den Begrif des Ge-Ichuiackö herauslaufe: daß er ein Beurcheiluiigsvermögen