Critik der ästhetischen UrthcÜSkraft. 79§. 24.
Von der Eintheilung einer Untersuchung desGefühls des Erhabenen.
Was die Eintheilung der Momente der ästhetischenBeurtheilung der Gegenstände, in Beziehung auf dasGefühl des Erhabenen, betrift, so wird die Analytik nachdemselben Princip fortlaufen können, wie in der Zerglie-derung der Gefchmacksnrcheile geschehen ist. Denn alsUrtheil der ästhetischen rcflectirenden Urtheilskrast, mußdas Wohlgefallen am Erhabenen eben sowohl, als amSchönen, der Quantität nach allgemeingültig, derQualität nach ohne Interesse, der Relation nachsubjective Zweckmäßigkeit, und der Modalität nach dieletztere als nothwendig, vorstellig machen. Hierin wirdalso die Methode von der im vorigen Abschnitte nichtabweichen: man müßte denn das für etwas rechnen,daß wir dort, wo das ästhetische Urtheil die Form desObjects betraf, von der Untersuchung der Qualität an-fingen; hier aber, bei) der Formlosigkeit, welche demwas wir erhaben nennen, zukommen kann, von der Quan-tität, als dem ersten Moment des ästhetischen Urtheilsüber das Erhabene, anfangen werden: wozu aber derGrund aus dem vorhergehenden §. zu ersehen ist.
Aber eine Eintheilung hat die Analysis des Erhabc-nen nöthig, welche die des Schönen nicht bedarf, nehm-lich die in das mathematisch- und in das dyna-miich- Erhabene.