iv2 Erster Theil.
der Gegenstand wird als erhaben mit einer Luft aufge-nommen, die nur vermittelst einer Unlust möglich ist.
II.
Vom Dynamisch-Erhabene!; der Natur.
§. 28.
Von der Natur als einer Macht.
Macht ist ein Vermögen, welches großen Hinder-nissen überlegen ist. Eben dieselbe heißt ein? Gewalt,wenn sie auch dem Widerstande dessen, was selbst Machtbesitzt, überlegen ist. Die Natur im ästhetischen Ur-theile als Macht, die über uns keine Gewalt hat, be-trachtet, ist dynamisch-erhaben.
Wenn von uns die Natur dynamisch als erhabenbeurtheilt werden soll, so muß sie als Furcht-erregendvorgestellt werden (obgleich nicht umgekehrt, jeder Furchterregende Gegenstand in unserm ästhetischen Urtheile er-haben gefunden wird). Denn in der ästhetischen Beur-theilung (ohne Vegrif) kann die Überlegenheit überHindernisse nur nach der Größe des Widerstandes beur-theilt werden. Nun ist aber das welchem wir zu widerste-hen bestrebt sind, ein Übel, und, wenn wir unser Ver-mögcn demselben nicht gewachsen finden, ein Gegcustandder Furcht. Also kann für die ästhetische Urtheilskrastdie Natur nur sofern als Macht, mithin dynamisch-