n6 Erster Theil.
lichtn, zu denken, ohne diese Darstellung objectiv zuStande bringen zu können.
Denn das werden wir bald inne, daß der Natur imR">n>e und In der Zeit das Unbedingte/ mithin auch die abso-lute Größe, ganz abgehe, die doch von der gemeinsten Ver-nunft verlangt wird. Eben dadurch werden wir auch erin,verr daß wir es »ur mit einer Natur als Erscheinung zuthun haben, und Diese selbst noch als bloße Darstellungeiner Narur an sich (welche die Vernunft in der Idee hat)müsse angesehen werden. Diese Zdee des Übersinnliche»aber, die wir zwar nicht wetter bestimmen, mithin dieNatur als Darstellung derselben nicht erkennen, sondernnur denken könne», wird in uue durch einen Gegenstanderweckt, dessen ästhetische Beurtheilung die Einbildungs-kraft bis zu ihrer Gränze, es sey der Erweiterung (mathe-matück), oder ihrer Macht über das G müth (dynamisch),anspannt, indem sie sich auf dem Gefühle einer Besiim-munq desselben gründet, welche das Gebiet der ersterengänzlich überschreiter (dem moralischen Gefühl), in Anse,hung dess-n die Vorstellung des Gegenstandes als subjecliv-zweckmäßig beurtheilt wird.
In der That läßt sich ein Gefühl für das Erhabene derNcuur nicht wohl denken, ohne eine Stimmung des Ge»müths, die der zum moralischen ähnlich ist, damit zu vcr,binden; und obgleich die unmittelbare Lust am Schönen derNatur gleichfalls eine gewisse Liberalität der Denkangsart,d. t. Unabhängigkeit des Wohlgefallens vom bloßen Sin»nengenusse, vorausseht und eultivlrt, so wird dadurch dochmehr sie Freyheit im Spiele, als unter einem gesetzlichenGeschäfte vorgestellt: welches die achte Beschaffenheit derSittlichkeit des Menschen ist, wo die Vernunft der Sinn»lichteil Gewalt anchun muß; nur baß im ästhetischen Urtheile