!Z2 Erster Theil.
Vermögeil sowohl der Begriffe, als dem der Darstel-lung derselben (welches mit dem der Auffassung einesund dasselbe ist) im Gemüth sich gemäß zeigt, überhauptbetrift. Man kann daher auch in Ansehung des Schö-nen der Natur mancherley Fragen auswerfen, welchedie Ursache dieser Zweckmäßigkeit ihrer Formen betref-fen : j. B. wie man erklären wolle, warum die Naturso verschwenderisch allerwärts Schönheit verbreitethabe, selbst im Grunde des Oceans, wo nur selten dasMenschliche Auge (für welches jene doch allein zweck-mäßig ist) hingelangt? u. d. gl. m.
Allein das Erhabene der Natur — wenn wir dar-über ein reines ästhetisches Urtheil fallen, welches nichtmit Begriffen von Vollkommenheit, als objcctioer Zweck-mäßigkeit, vermengt ist; in welchem Falle es ein teleo-logifches Urtheil seyn würde — kann ganz als formlosoder ungestalt, dennoch aber als Gegenstand eines reinenWohlgefallens betrachtet werden, und subjective Zweck-mäßigkeit der gegebenen Vorstellung zeigen; und da fragtes sich nun: ob zu dem ästhetifchen Urtheile diefer Art auch,außer der Exposition dessen was in ihm gedacht wird,noch eine Deduction seines Anspruchs auf irgend ein(sub/ectives) Princip s priori verlangt werden könne.
Hierauf dient zur Antwort: daß das Erhabene derNatur nur uneigentlich so genannt werde, und eigentlichbloß der Denkungsart, oder vielmehr der Grundlage zuderselben m der menschlichen Natur, beygelegt werden