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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
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133
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Critik der ästhetischen Urcheilskraft. izz

müsse. Dieser sich bewußt zu werden, giebt die Auffas-simg eines sonst formlosen und unzweckmäßigen Gegen-standes bloß die Veranlassung; welcher auf solche Weisesubjectiv-zweckmäßig gebraucht, aber nicht als einsolcher für sich und seiner Form wegen beurtheilt wird(gleichsam lzzsciss tinaUs a^LL^ü) non lllttu). Daherwar unsere Exposition der Urtheile über das Erhabeneder Natur zugleich ihre Deduction. Denn, wenn wirdie Reflexion der Urtheilskraft in denselben zerlegten, sofanden wir in ihnen ein zweckmäßiges Verhältniß derErkenntnißvermögen, welches dem Vermögen der Zwecke(dem Willen) a xriori zum Grunde gelegt werden muff,und daher selbst a xriori zweckmäßig ist: welches dennsofort die Deduction, d. i. die Rechtfertigung des An-spruchs eines dergleichen Urtheils auf allgemein-noth-wendige Gültigkeit, enthält»

Wir werden also nur die Deduction der Geschmacks-urtheile, d. i. der Urtheile über die Schönheit der Na-turdinge, zn suchen haben, und so der Aufgabe fürdie gefammte ästhetische Urtheilskraft im Ganzen einGenüge thun.

§. zi.

Von der- Methode der Deduction der Ge-schmacksurtheile.

Die Obliegenheit einer Deduction, d. i. derGewähr-eisiung der Ncchtmaßigkeit, einer Art Urtheile tritt nur

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