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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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147
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Cntik der ästhetischen Urtheilökraft. 147

- ' ^ §. Z<5. ' ^

Von der Aufgabe einer Deduction derGeschmacksurtheile.

Mit der Wahrnehmung eines Gegenstandes kannunmittelbar der Vegrif von einem Objecte überhaupt,von welchem jene die empirische» Pradicate enthält, zueinem Erkenntnißurtheile verbunden, und dadurch einCrfahrungsurtheil erzeugt werden. Diesem liegen nunBegriffe a priori von der synthetischen Einheit des Man-nichfaltigen der Anschauung, um es als Bestimmungeines Objects zu denken, zum Grunde; und diese Be-griffe (die Categorieen) erfordern eine Deduction, dieauch in der Critik der r. V. gegeben worden, wodurchdenn auch die Auflösung der Aufgabe zu Stande kom-men konnte: Wie sind synthetische Erkenntnißurtheilea xrlori möglich? Diese Aufgabe betraf also die Princi-pien s priori des reinen Verstandes, und seiner theore-tischen Urtheile.

Mit einer Wahrnehmung kann aber auch unmittel-bar ein Gefühl der Lust (oder Unlust) und ein Wohlge-fallen verbunden werden, welches die Vorstellung desObjects begleitet und derselben statt Pradicats dient,und so ein ästhetisches Urtheil, welches kein Erkenntniß-urlheil ist, entspringen. Einem solchen, wenn es nichtbloßes Empfindungs-sondern ein formales Nefserions-Urtheil ist, welches dieses Wohlgefallen jedermann als

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