148 Erster Theil«
nothwendig ansinnet, muß etwas als Princip a xrwrizum Grunde liegen, welches allenfalls ein bloß subjecti-ves seyn mag (wenn ein objectives zu solcher Art Urtheileunmöglich seyn sollte), aber auch als ein solches einerDeduction bedarf, damit begriffen werde, wie ein ästheti-sches Urtheil aufNothwendigkeit Anspruch machen könne.Hierauf gründet sich nun die Aufgabe, mit der wir unsjetzt beschäftigen: Wie sind Geschmacksurtheile möglich?Welche Aufgabe also die Principien » xriori der reinenUrcheilskraft in ästhetischen Urtheilen betrist, d, i. insolchen, wo sie nicht (wie in den theoretischen) unter ob-jective Verstandesbegriffe bloß zu subsumiren hat undunter einem Gesetze steht, sondern wo sie sich selbst, sub-jectiv, Gegenstand sowohl als Gesetz ist.
Diese Aufgabe kann auch so vorgestellt werden:Wie ist ein Urtheil möglich, das bloß aus dem eigenenGefühl der Lust an einem Gegenstande, unabhängig vondessen Begriffe, diese Lust, als der Vorstellung desselben
Objects in jedem andern Subjecte anhängig,»priori, d. i. ohne fremde Bepsiimmung abwarten zudürfen, beurtheilte?
Daß Gefchmacksurtheile synthetische sind, ist leichteinzusehen, weil sie über den Begrif, und selbst die An-schauung des Objects, hinausgehen, und etwas, dasgar nicht einmal Erkenntniß ist, nehmlich Gefühl der Lust(oder Unlust) zu jeuer als Prädicat hinzuthun. Daß sieaber, obgleich das Prädicat (der mir der Vorstellung