240 Erstcr Theil.
dem jederzeit eine adäquat correspondirende Erfahrung un,tergelegt werden kann, und der darum immanent heißt,unterschieden ist.
Eine ästhetische Idee kann keine Erkenntniß werden,well sie eine Anschauung (der Einbildungskraft) Ist, derniemals ein Begrif adäquat gefunden werden kann. EineVernnnstidee kann nie Erkenntniß werden, weil sie einen25egrif (vom Übersinnlichen) enthält, dem niemals eineAnschauung angemessen gegeben werden kann.
Nun glaube ich, man könne die ästhetische Zdee eineinexponible Vorstellung der Einbildungskraft, die Ver-mmstidee aber einen indemonsirabeln Begrif der Ver<nunst nennen. Von beiden wird vorausgesetzt, daß sie nichtetwa gar grundlos, sondern (nach der obigen Erklärungeiner Idee überhaupt) gewissen Principien der Erkennt,ntßvermöge», wozu sie gehören (jene den subjectiven, dieseobjectiven Principien), gemäß erzeugt seyen.
Verstandesbegriffe müssen, als solche, jederzeit de,monstrabel seyn (wenn unter demonstriren, wie in derAnatomie, bloß das Darstellen verstanden wird); d. j. derihnen correspondtrende Gegenstand muß jederzeit in derAnschauung (reinen oder empirischen) gegeben werden kön-nen: denn dadurch allein können sie Erkenntnisse werden.Der Begrif der Größe kann in der Raumesanschauungs xriori, z. V. einer geraden Linie u. s. w., gegeben wer-den; der Begrif der Ursache, an der Undurchdringlichkcit,dem Stoße der Körper, u. s. w. Mithin können beide durcheine empirische Anschauung belegt, d. i. der Gedanken da,von an einem Beyspiele gewiesen (demonsirirt, aufgezeigt)werden; und dieses muß geschehen können: widrigenfallsman nicht gewiß ist, ob der Gedanken nicht leer, d. t. ohnealles Object sey.
Man