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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
257
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Critik der ästhetischen Urlheilskraft. 25--

ist bis jetzt noch wenig auseinander gesetzt worden, sosehr es auch eine tiefere Untersuchung verdient; allein-hier ist mchr der Ort, sich dabey aufzuhalten. UnsereSprache ist voll von dergleichen indirecten Darstellungen,nach einer Analogie, wodurch der Ausdruck nicht daseigentliche Schema für den Begrif, sondern bloß einSymbol für die Reflexion enthalt. So sind die WörterGründ (Stütze, Basis), Abhängen ( von oben ge-halten werden), woraus fließen (statt folgen), Sub-stanz (wie Locke sich ausdruckt: der Trager der Acci-denzen), und unzahlige andere nicht schemarische, son-dern symbolische Hypotypoftn, und Ausdrücke für Be-griffe nicht vermittelst einer directen Anschauung, son-dern nur nach einer Analogie, mit derselben, d. i. derÜbertragung der Reflexion über einen Gegenstand derAnschauung auf einen ganz andern Begrif, dem viel-seicht nie eine Anschauung direct correspondircn kann.Wenn man eine bloße Vorstellungsart schon Erkennt.nennen darf "welches, wenn sie ein Princip nicht der thco-retischen Bestimmung des Gegenstandes ist, was er ansich, sondern der praktischen, was die Idee von ihm füruns und den zweckmäßigen Gebrauch derselben werdensoll, wohl erlaubt ist): so ist alle unsere Erkenntniß vonGott bloß symbolisch; und der, welcher sie mit den Ei-genschaften Verstand, Wille, u. s. w. die allein anWeltwesen ihre objective Realität beweisen, für schema-Lisch nimmt, gerath in den Anchropo-.norps':c':n, so wie,Ra»»«Lrtt. d.Necheils?r. R