268 Zweyter Theil.
Sinne. Denn im obigen Falle konnte die Vorstellungder Dinge, weil sie etwas in uns ist, als zu der inner-lich zweckmäßigen Stimmung unserer Erkenntnißvermv-gen geschickt und tauglich, ganz wohl auch s priori ge-dacht werden; wie aber Zwecke, die nicht die unsrigeusind, und die anch der Natur (welche wir nicht als in-telligentes Wesen annehmen) nicht zukommen, doch einebesondere Art der Causalität, wenigstens eine ganz eigneGesetzmäßigkeit derselben ausmachen können oder sollen,laßt sich a priori gar nicht mit einigein Grunde präsumi-ren. Was aber noch mehr ist, so kann uns selbst dieErfahrung die Wirklichkeit derselben nicht beweisen; esmüßte denn eine Vernünftele» vorhergegangen seyn, dieAur den Begrif des Zwecks in die Natur der Dinge hin-cinspielt, aber ihn nicht von den Objecten und ihrer Er-fahrungserkenntniß hernimmt, denselben also mehrbraucht, die Natur nach der Analogie mit einem sub-?ectiven Grunde der Verknüpfung der Vorstellungen inuns begreiflich zu machen, als sie ans objectiven Grün-den zu erkennen.
Überbein ist die objective Zweckmäßigkeit, als Prin-cip der Möglichkeit der Dinge der Natur, so weit da-von entfernt, mit dem Begriffe derselben Nothwendigzusammenzuhängen; daß sie vielmehr gerade das-ist,worauf man sich vorzüglich beruft, um die Zufälligkeitderselben (der Natur) und ihrer Form daraus zu bewei-sen. Denn wenn man z. B. den Bau eines Vogels,