Crittk der telcologischen Urtheilskraft. 269
die Höhlung in feinen Knochen, die Lage seiner Flügelzur Bewegung, und des Schwanzes zum Steuern u. s. w.anführt; fo sagt man, daß dieses alles nach dem blo,ßen NSXU3 elköctlvuz in der Natur, ohne noch eine be-sondere Art der Causalitat, nehmlich die der Zwecke (ne-XUS Knalis), zu Hülfe zu nehmen, im höchsten Gradezufällig sey: d. i. daß sich die Natur, als bloßer Mccha-nism betrachtet, auf tausendfache Art habe anders bil-den können, ohne gerade auf die Einheit nach einem sol-chen Princip z.l stoßen, imd man also außer dem Be-griffe der Natur, nicht in demselben, den mindestenGrund dazu a ^rioii allein anzutt'effen hoffen dürfe.
Gleichwohl wird die teleologische Beurtheilung, we-nigstens problematisch, mit Recht zur Naturforschunggezogen; aber nur, um sie nach der Analogie mit derCausalitat nach Zwecken unter Principien der Beobach-tung und Nachforschung zu bringen, ohne sich anzuma-ßen sie darnach zu erklären» Sie gehört also zur refle-ctirenden, nicht zu der bestimmenden, Urtheilskrast. DerBegrif von Verbindungen und Formen der Natur nachZwecken ist doch wenigstens ein Princip mehr, dieErscheinungen derselben unter Regeln zu bringen, wodie Gesetze der Causalitat nach dem bloßen Mechamsmderselben nicht zulangen. Denn wir führen einen teleo-logifchen Gruud an, wo wir einem Begriffe vom Ob-jecte, als ob er in der Natur (nicht in uns) befindlichWäre, Ccmsalität in Ansehung eines Objects zueignen,