278 Zweyter Theil.
Zahlen, wegen einer gewissen, aus der Einfachheit ihrerConstruction nicht erwarteten, Zweckmäßigkeit derselben2 xriori zn allerlei) Erkenntnißgebrauch, Schönheitzu nennen; und spricht z. B. von dieser oder jenerschölle«! Eigenschaft des Cirkels, welche auf diese oderjene Art entdeckt Ware. Allein es ist keine ätherischeBeurtheilung, durch die wir sie zweckmäßig finden i keineOeurtheilung ohne Begrif, die eine bloße subjeetweZweckmäßigkeit im freyen Spiele unserer Erkenntüißn^r-mögen bemerklich macht; sondern eine intellecmelle nachBegriffen, welche eine objective Zweckmäßig eit, d. i.Tauglichkeit zu allerley (ins Unendliche maumchfalligen)Zwecken deutlich zu erkennen giebt. Man müßte sie ehereine relative Vollkommenheit, als eine Schönheit,
der mathematischen Figur nennen. Diese Benennung einer
intelleelNullen Schönheit kann auch überhaupt nicht
füglich erlaubt werden; weil sonst das Wort Schönheitalle bestimmte Bedeutung, oder das intelleccuelle Wohl-gefallen allen Vorzug vor dem sinnlichen verlieren müßte.Eher wurde man eine Demonstration solcher Eigen-schaften, weil dnrch diese der Verstand als Vermögender Begriffe, und die Einbildungskraft, als Vermögender Darstellung derselben, a pii^i sich gestärkt fühlen(welches mit der Präcision,' die die Vernunft hinein-bringt, zusammen, die Eleganz derselben genannt wird),schön nennen können! indem hier doch wenigstens dasWohlgefallen, obgleich der Grund desselben in Begriffen
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