^ ' ^. ^>i»^»L-i,I-'-^^- ^ - - '284 Zweyter Theil.
Luft in der Form des Schnees herunterfallen, das Meerseine Ströme habe, welche das in warmem Landern ge-wachsene Holz dahinschwemmen, und große mit Öl an-gefüllte Seethiere da sind, weil der Ursache, die alledie Naturproducte Herbeyschaft, die Idee eines Vortheilsfür gewisse armselige Geschöpfe zum Grunde liege: wäreein sehr gewagtes und willkürliches Urtheil. Denn,wenn alle diese Naturnützlichkcit auch nicht Ware, sowürden wir nichts an der Zulänglichkeit der Naturursa-chen zu dieser Beschaffenheit vermissen; vielmehr einesolche Anlage auch nur zu verlangen und der Natur einensolchen Zweck zuzumuthen (da ohnedas nur die größteUnverträglichkeit der Menschen unter einander sie bisin so unwirlhbare Gegenden hat versprengen können),würde uns selbstvermessen undunüberlegtzuseyn dünken.
' §. 64.
Von dem eigenthümlichen Character derDinge als Naturzwecke.
Um einzusehen, daß ein Ding nur als Zweck mög-lich sey, d. h. die Causalität seines Ursprungs nicht imMechanism der Natur, sondern in einer Ursache, derenVermögen zu wirken durch Begriffe bestimmt wird, su-chen zu müssen, dazu wird erfordert: daß seine Formnicht nach bloßen Naturgeseyen möglich sey, d. i. solchen,welche von uns durch den Verstand allein, auf Gegen-stände der Sinne angewandt, erkannt werden können;